The Machine (2013)

Wie vielleicht bekannt ist, bin ich ein Autor von Technologie Thrillern. Daher ist meine momentane Auswahl von Film-Rezensionen sicherlich keine Überraschung. Zuletzt ›Captain America: The Winter Soldier‹, ›Robocop (2014)‹ und nun also ›The Machine‹ (2013).

Bei diesem Titel denke ich als Hardcore Fan der Serie ›Person Of Interest‹ natürlich sofort an die gleichnamige, omnipotente Überwachungsapparatur.

Der Film ›The Machine‹ von Caradog W. James weist denn auch ein ähnlich gelagertes Sujet auf.

In der machen Zukunft arbeitet der Ingenieur Vincent (Toby Stephens) für das britische Verteidigungsministerium, um die erste künstliche Intelligenz zu schaffen. Dazu bedient er sich auch Kriegsversehrter Soldaten. Der KI Ingenieur Vincent hofft insgeheim darauf, eine Technologie zu entwickeln, um seiner kranke Tochter zu helfen —auch wenn dies für ihn einen faustischen Pakt mit dem militärisch-industriellen Komplex, vertreten durch seinen Chef Thomson (Denis Lawson) bedeutet.

Die junge Wissenschaftlerin Ava (Caity Lotz), die im Bereich der KI einen wichtigen Durchbruch erzielt hat, wird auf Vincents Empfehlung hin zum Projekt hinzugezogen. Doch schnell bekommt Ava Zweifel an den Methoden des Verteidigungsministeriums, insbesondere im Umgang mit den durch Cyber-Implantate verunstalteten Veteranen, die im geheimen Bunker des Projekts als hilflose Versuchspersonen oder Wachmänner ihren Dienst versehen müssen. Als bei einem von Thomson fingierten Überfall Ava getötet wird, kreiert Vincent eine Maschine die der verstorbenen Ava nachempfunden ist, um so einen Teil von Menschlichkeit zu bewahren. Das Experiment gelingt. Doch die Maschine ist zu perfekt, zu menschlich. Der skrupellose Thomson will aus der kindlich naiven Machine eine unverwüstliche, gnadenlose Kampfmaschine machen.

Visuell erinnert der Film in seiner Schlichtheit an Klassiker des Sci-Fi Genres, wie Blade Runner (1982) oder Escape From New York (1981). Auch die Tonebene   zieht mit dem elektronischen Soundtrack eindeutig auf diese besagten Klassiker ab. Die Darsteller liefern alle eine ordentliche, im Fall der titelgebenden Maschine macht Caity Lotz sogar eine exzeptionelle Leistung ab. Ein großes Manko stellt für mich das Drehbuch dar. Regisseur und Drehbuchautor Caradog James gelingt es nicht, die Vielzahl an Handlungsfäden zu einem befriedigenden Ende zu führen. Der Film kann sich nicht entscheiden auf der Ebene eines Kammerspiels zu verbleiben und so lässt ein action orientierter Showdown die meisten der aufgeworfenen, interessanten philosophischen Fragen bezüglich einer echten künstlichen Intelligenz ungeklärt.

Fazit: Mit gutem Vorsatz umgesetzter Sci-Fi Film der trotz inhaltlicher Schwächen sehenswert ist.