X-Men - Days Of Future Past (2014)

Zwei Dinge machten mich stutzig, bevor ich mir Bryan Singers ›X-Men - Days of Future Past‹ ansah. Die enormen Vorschusslorbeeren die der Film erhielt (Der Film hat eine IMDb Wertung von 8.5 - dies entspricht z.B. James Camerons ›Aliens‹) und der sinkende Stern von Bryan Singer, der mit seinen letzten Filmen nicht immer ein glückliches Händchen hatte.

Mir stellten sich also die Fragen: Kann Bryan Singer wieder an seine Erfolge von X-Men (2000) und X-Men 2 (2003) anknüpfen? Kann man der Schwarm Intelligenz vertrauen? Ist der neue X-Men Film wirklich so gut?

Die kurze Antwort: Yep. Film und Regisseur sind auf der Höhe der Zeit, bzw. ringen dem Zeitreise Thema neue, interessante Aspekte ab.

Im dystopischen Jahr 2023 machen die sogenannten ›Sentinels‹, Roboter mit Superkräften, Jagd auf Mutanten und Menschen. Eine kleine Gruppe von X-Me unter Professor Charles Xavier (Patrick Stewart)  versucht die Ausrottung der Mutanten- und Menschenheit abzuwenden, indem sie den Geist von Wolverine (Hugh Hackman) in die Vergangenheit schicken.
Im Jahr 1973 angekommen, trifft Wolverine auf den jungen Charles Xavier, der sich für nichts und niemanden mehr interessiert und nur Wiederstrebend zur Hilfe überredet werden kann. Doch um zu verhindern, dass die Mutanten Mystique (Jennifer Lawrence) durch ein Attentat auf den Wissenschaftler Bolivar Trask (Peter Einklage) den Lauf der Geschichte zu Ungunsten der Menschheit entscheidet, müssen die X-Men Xaviers Erzfeind Magneto (Michael Fassbender) aus dem Gefängnis befreien und zur Mithilfe überreden.

Ähnlich wie Gareth Edwards ›Godzilla‹ macht der neue X-Men einfach Spaß. Und dieser Spaß rührt hauptsächlich daher, dass Singer das Genre der Comicverfilmung ernst nimmt. Der im Vorfeld wegen seines Kostüms gescholtene Quicksilver (Evan Peters) stiehlt in der besten Szene des Films allen die Show (und weckt Lust auf mehr, denn die Figur des Quicksilver wird auch im kommenden Avengers Film eine Rolle spielen). Die Befürchtung, dass sich die X-Men ohne das Zutun der Marvel Studios zu reiner Effekthascherei verkommt (wie die neuen Spider-Man Filme) erfüllt sich zum Glück nicht. Das Ensemble ist phänomenal und X-Men ist solide, gut gemachte Kinounterhaltung, die so ganz nebenbei die Scharte des dritten X-Men Films auswetzt und X-Men in beiden Zeitlinien eine interessante Zukunft beschert.