Future Starts Slow

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Vielleicht ist es die Nervosität über die Veröffentlichung meines ersten eBooks. Ich ertappe mich dabei, dass ich Angst habe, dass alles was ich in »escape« zu sagen habe, bereits obsolet sein wird, wenn der erste Teil des Buches im Juli herauskommt. Über Google Glass und meine Vison davon in einem meiner Kurzfilme in den frühen 90ern werde ich noch an anderer Stelle kommen. Damit klar wird, was ich meine, hier ein Auszug aus »escape«, in der meine Peewee Russell die Bekanntschaft einer besonderen Dame macht:

Irgendwann hörte ich wieder etwas.
auschen.
enauer: Meeresrauschen.
nstinktiv tastete ich nach dem Wasserventil der Dusche. Doch mein Griff ging ins Leere. Keine Kacheln. Kein Wasserventil. Meine Hand streifte nur ein sanfter Wind.
ch ließ meine Hand sinken und spürte kein nasses Emaille unter mir. Ich lag auf unebenen, sandigen Boden.
andigen Boden?
What the fuck?!
ch öffnete blinzelnd die Augen. Die Sonne stand blass am Himmel.
ch lag auf einem Strand. Er befand sich nicht am Pazifik. Zumindest nicht an der kalifornischen Küste. Der graue Himmel über mir ließ auf einen Strand irgendwo in England schließen. 
»Guten Tag.« sagte eine Stimme.
ch setzte mich ruckartig auf. Mir wurde peinlich bewusst, dass ich immer noch nackt war. Erschrocken bedeckte ich mit meinen Hände die prekärsten Stellen meines dürren Körpers.
or mir kniete eine dunkelhaarige Frau mit heller Haut. Sie trug ein kleines Schwarzes, eine Hochsteckfrisur geschützt durch ein Seidentuch und eine etwas zu große Sonnenbrille. Sie begutachtete mich neugierig. Hätte sie die Sonnenbrille abgenommen, hätte ich die folgende Frage nicht gestellt.
»Wer sind sie?« fragte ich.
ie Frau nahm langsam die Sonnenbrille ab und lächelte.
ch schluckte. Vor mir im Sand kniete Audrey Hepburn.
»Ich freue mich, ihre Bekanntschaft zu machen, Ms. Russell.« begrüßte sie mich und streckte mir höflich die Hand entgegen.

Meine Idee war es, meiner rotzigen Heldin Peewee auf eine würdige Gegenspielerin treffen zu lassen. Audrey Hepburn war da meine erste Wahl. Prompt berichtet der von mir sehr geschätzte Rene Walter (@nerdcoreblog) in seinem Blog über eine digitale Version von Audrey Hepburn. Die oben beschriebene Szene stammt vom 16. März 2011. Als ich sie mir vor meinem geistigen Auge ausmalte, hatte ich meine Audrey (Die im Buch auch unter dem Namen 'Mutter' oder 'Mütterchen' firmiert)  als eine kühle, kalte Version der echten Audrey Hepburn im Kopf. Eine Schokoladenhersteller hat nun genau diese Version kreiert: 

Rene Walter schreibt dazu: »Diese toten Computer-Rehaugen werden mich heut’ nacht im Traum verfolgen.«
anz. Genau. Ich weiß nicht, was für mich gruseliger ist. Die toten Augen von Audrey, oder die Tatsache, dass sie bereits in der Welt sind und ich sie schon vorher gesehen habe ...

Favorite Line:
»I could never get back up when the future starts so slow«
The Kills - Future Starts Slow

Zur Erinnerung:
Mein nicht gelungener Kurzfilm 'view' wollte sich Volker Engel im Büro von Roland Emmerich in L.A. mal ansehen. ertane Chance.