Goldenes Gift (1947)

Am 28. September wurde die Reihe mit Filmen aus der ›Schwarzen Serie‹, des ›Film Noir‹ mit dem Film ›Goldenes Gift‹ aus dem Jahr 1947 fortgesetzt.  

Bei diesem Klassikers der ›Schwarzen Serie‹ führte der 1904 in Frankreich geborene Jacques Tourneur.

Tourneur fällt für den Regisseur Martin Scorcese in die Kategorie des ›Filmemachers als Schmuggler‹. Tourneur verstand es, in belanglos erscheinende Sujets europäische Finesse einfließen zu lassen, indem er ungeschriebene Regeln brach.

›Goldenes Gift‹ bildet da kein Ausnahme. Ein ›Film Noir‹ spielt üblicherweise in der düsteren Großstadt. Die Handlung von ›Goldenes Gift‹ beginnt in einer idyllischen Kleinstadt. Tourneur sagt uns damit: Das Böse findet einen überall. Ob am helllichten Tag oder in einer kleinen Stadt. Später sollten Regisseure und Autoren wie Alfred Hitchcock und Stephen King diese Gedankengänge in neue Formen fortführen.

In ›Goldenes Gift‹ begegnen wir der Figur des ›Bad Girl‹, des bösen Mädchens, der ›Femme Fatale‹, in Tourniers Film interpretiert von Jane Greer.

Diese Frauenfiguren gehen sprichwörtlich über Leichen und repräsentieren die dunklen Aspekte des männlichen Protagonisten. In ›Goldenes Gift‹ ist dies Robert Mitchum, den wir zunächst als ›Jeff Bailey‹ kennenlernen werden.

Mitchum, der mit seiner stoischen Art schnell zu einem besten Schauspieler Hollywoods wurde, schrieb gern neben seine Dialogzeilen in seinen Drehbüchern das Kürzel N.A.R., was für ›No Action Required‹ steht: Keine Bewegung erforderlich.

Mit dieser Herangehensweise ist Mitchum prädestiniert als Held im ›Film Noir‹. Männer machen hier wenig Worte, sondern lassen Taten sprechen.

Weitere Informationen zur Reihe den »Filme im Quadrat« finden Sie unter blue-square.rub.de/fiq

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