Dawn Of The Planet Of The Apes (2014)

Matt Reeves, der Regisseur der neuesten Iteration der »Planet der Affen« Reihe ›Dawn Of The Planet Of The Apes‹ gehört zu den Guten. Einer seiner ersten Aufträge in der Welt des Films war es, zusammen mit seinem Freund J.J. Abrams, die verschollen geglaubten Kurzfilme Spielbergs aus seinen Kindertagen zu restaurieren. Als J.J. Abrams ein paar der übrig gebliebenen Filmschnipsel behalten wollte - immerhin stammten diese Schnipsel von dem Meister des Blockbuster Kinos höchst selbst - ließ dies Matt Reeves nicht zu. »So etwas macht man nicht.« erklärte er seinen Freund. Da waren die beide jungen Filmemacher gerade 14 Jahre alt.
Jetzt hat Matt Reeves wieder dafür gesorgt, dass ein Schatz aus seinen Kindertagen mit Respekt behandelt wird. Seine Fortsetzung des von Rupert Wyatt erfolgreichen Neustarts ›Rise Of The Planet Of The Apes‹ (2011) macht alles richtig. Reeves rückt in den ersten zwanzig Minuten die im Entstehen begriffene Affenzivilisation in Focus. Was eigentlich ein trauriger, dystopischer Film sein sollte - immerhin beschreibt er das Ende der Menschheit und den Aufstieg der Affenkultur - ist stattdessen die ruhige Erzählung vom Versuch einer Utopie die durch Fehler und shakespearesche Intrigen auf beiden Seiten zerbricht und in einen offenen Konflikt ausbricht.

Als Kind war Reeves glühender Fan der erfolgreichen Planet der Affen Reihe, die mit ›Planet Of The Apes‹ (1968) in der Hauptrolle mit Charlton Heston ihren Anfang nahm. Dabei interessierte ihn immer schon die Welt der Affen mehr als die der Menschen. Den wie schon der Autor der Romanvorlage, der Franzose Pierre Boulle, verstand Reeves die Welt der Affen als eine Projektion unserer gegenseitigen gesellschaftlichen Umgangs.

Zehn Jahre sind nach ›Rise Of The Planet Of The Apes‹ vergangen. Der Anführer des Affen Clans, Caesar (Andy Serkis) glaubt schon nicht mehr daran, dass die Menschheit den Ausbruch eines tödlichen Virus überlebt haben. Doch er wird eines besseren belehrt, als eine kleine Gruppe von Menschen in das Territorium der Affen vordringen. Malcolm (Jason Clark) will der Menschenenklave im zerfallenem San Francisco mittels einen Staudamms die Existenz sichern. Affen und Menschen gelingt es zunächst einen Waffenstillstand auszuhandeln, doch der früher von den Menschen gepeinigte Affe Koba (Toby Kebbell) und der militärische Anführer der Menschen, Dreyfus (Gary Oldman) werfen Sand ist das Getriebe des Friedens.
Eine Konfrontation von Affen und Menschen scheint unausweichlich…

Ein grandioser Film, der sein Hollywood Budget dazu verwendet eine zutiefst menschliche Geschichte über Konflikte und fehlender Kommunikation zwischen verfeindetet Parteien zu inszenieren.