Final Cut Pro X - Der finale Schnitt alter Zöpfe

Also gut. Apple hat sich erdreistet eine neue Version seiner professionellen Schnittsoftware Final Cut Pro herauszubringen, die seine bisherigen Vorgänger hinter sich lässt und einen radikalen Neuanfang wagt.

Nur vier (vier!) Tage nach der Veröffentlichung haben sich dieExperten, und solche die sich für welche halten, eine Meinung über Final Cut Pro X gebildet:

Es ist Schrott.
Komisch. Ich empfinde nicht so.

Für mich ist die Software einfach genial. Innovationen wie die Hintergrundanalyse und die automatische Erfassung von Einstellungsgrößen, Personen und Bild- und Tonproblemen sind große Erleichterungen in meinem Schnittalltag. Und die ‘Magnetic Timeline’ ist für mich die größte Innovation des Filmschnitts seit der Erfindung der Schere (Wieso ist da niemand früher darauf gekommen?!).

Und um das nochmal klarzustellen: Final Cut Pro X ist kein iMovie Pro. Ich hasse iMovie. Oder besser: Ich hasste iMovie, da ich wie viele andere dem Schnittparadigma von 25 Jahren nichtlinearen Schnitts verfallen war, welches seine Anfänge in dem EditDroid von LucasArts hatte - und an denen sich in all den Jahren nichts verändert hat.

Bis vergangenen Dienstag, als Final Cut Pro X auf der Bildfläche erschien. Das Programm realisiert und erweitert die Vorstellungen und Konzepte von Randy Ubillos, die dieser bereits mit iMovie zu legen versuchte. Doch im Unterschied zu iMovie kann man ich nun mit diesem Paradigma auch auf professionellen Niveau einfacher und effektiver Geschichten mit bewegten Bildern und Ton erzählen.

Thanks, Randy!

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