End of line

In dem Science-Fiction Film Tron (1982) von Stephen Lisberger besitzt der Chef der Software Firma Tron einen ‘intelligenten’ Glastisch, der mittels eines berührungsempfindlichen Oberfläche die Kommunikation mit einem so genannten Master Control Programm ermöglicht.

28 Jahre später, sitze ich in der U-Bahn und schreibe den Anfang dieses Artikels genau über eine solche Oberfläche auf Apples Neu-Definition des Computers, dem iPad.
Denn genau dies - nicht weniger, aber auch nicht mehr - ist dieses von Apples PR-Maschinerie als magisch titulierte Gerät. Es ist die Zukunft des Computers und zugleich der Schwanengesang für das Interaktions-Paradigma von User und Computer, welches die letzen 25 Jahre dominierte. Um einen Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche zu bedienen, waren bisher Tastatur und Maus nötig.

Nun benötigt man nur noch seine Finger, die entweder durch Fingergesten oder Eingaben über eine virtuelle Tastatur die Interaktion ermöglichen.

Die iPad Tastatur

Das Schreiben auf einer Glasoberfläche ist erstaunlich leichtgängig. Waren meine Bedenken wie man auf einem kleinen Schirm wie dem des iPhone Texte schreiben solle recht hoch, so sind diese bei dem iPad ausgeräumt.
Um kurze Textpassagen von einer Seite in das Gerät zu bekomme ist die virtuelle Bildschirmtastatur mehr als ausreichend.
Für längere Texte empfiehlt sich jedoch die Verwendung einer externen Tastatur. Diese findet Anschluss via Bluetooth.
Die Zukunft wird zeigen, ob das bestehende Paradigma der Interaktion seine Ende gefunden hat. Doch letztendlich entscheidet nicht das ‘Wie’ über ein Text, sondern das ‘Was’.

2010-06-10.jpg