Lob und ein Käfig

Diesmal ist es Tag, Einem weiteren Verlag habe ich eine Leseprobe von ‘Kabbalah’ zugesandt. Aus der Schweiz immer noch nichts. Nach dem Versand bin ich wieder in eine tiefes Loch gefallen. Als ich mir erneut die Frage stellte, warum ich auch nur glauben könnte, dass sich jemand für meine Art zu schreiben begeistern könnte, habe ich folgende Reaktionen auf zwei meiner Kurzgeschichten erhalten, die ich auf KeinVerlag.de gepostet habe. Zunächst schrieb Arezoo zu ‘Das erste Mal’:
»Wow! Das ist schwarz, das ist neu, das ist: saugut! Subtiler Horror ohne Vampire, dunkle Schlösser und viel Blut. Geht durch Mark und Bein. Und der Stil ist flüssig, sicher, gekonnt, kein Zögern - Du erzählst eine Geschichte. Verneige mich. Das ist Schreiben!« (15.02.2005)
Wow. Das tat gut, Ladies and Gentleman. Wirklich gut. Dann schrieb gleich darauf ‘DressedInBlack’:
»Ich bin begeistert. So muss Prosa sein, das ist Horror. Kein Wort zuviel, kein Wort zu wenig; Fesselnd und unglaublich spannend! Und dann dieses tolle Ende. Hätte ich gerne selbst geschrieben.«
(17.02.2005)
Und zu guter letzt meldete sich ‘Kiddo’ zu meinem Text ‘Schönheit’ zu Wort:
»Uaaah, mir läuft´s grade eiskalt den Rücken rauf und runter, und das liegt nicht nur an meiner Spinnenphobie - Danke übrigens für die Alpträume, die ich bestimmt heut´ Nacht haben werde ;-) - sondern vor allem an Deinem unheimlich fesselnden Stil. Sehr gut!« (18.02.2005)
Sicher, Eigenlob stinkt, aber ich hatte ein wenig Bauchpinselei wirklich nötig. Wenn nur 10% dieser positiven Eindrücke einen der Lektoren auch beim Lesen von ‘Das Mal’ oder ‘Kabbalah’ erfasst, habe ich (so hoffe ich) eine gute Chance.

Favorite Line:
»You ask yourself who’ll watch for me, a solitary voice to speak out and set me free - I hate to say it, I hate to say it but it’s probably me.«
It’s Probably Me von Sting, 1993

Zur Erinnerung:
Ein Freund setzt sich im Kino weiter nach vorn. Meine anderen Freunden wollen weiter hinten sitzen und warten auf das Einsetzen des Gruppendrucks - Er wird sich schon zu uns setzen. Doch aus ganz bestimmten Gründen kann ich es nicht ertragen ihn da so sitzen zu sehen. Vielleicht da ich weiß, wie es ist in diesem Käfig aus Trauer und Angst zu hocken. Der Freund würde sagen, ich übertreibe masslos. Besonders in der Wahl meiner Formulierungen.

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